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WLAN-Planung für Büros: Wie viele Access Points brauche ich wirklich?

Zu wenige Access Points bedeuten schlechte Verbindung, zu viele bedeuten Kosten ohne Mehrwert. Wie Sie die richtige Anzahl und Platzierung für Ihr Büro ermitteln.

Eine der häufigsten Fragen, die wir von Kunden hören, lautet: «Wie viele Access Points brauche ich für mein Büro?» Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber es gibt klare Faktoren, die die Entscheidung beeinflussen – und typische Fehler, die sich leicht vermeiden lassen.

Der häufigste Fehler: Zu wenige Access Points

Viele Unternehmen versuchen, mit einem einzigen Access Point die gesamte Bürofläche abzudecken. Das funktioniert in kleinen Räumen bis etwa 50 m² – aber sobald Wände, Betondecken, Metallregale oder Glastrennwände ins Spiel kommen, leidet die Signalqualität deutlich.

Das Ergebnis: Mitarbeitende am anderen Ende des Büros kämpfen mit langsamen Verbindungen, Videokonferenzen brechen ab, und Cloud-Anwendungen laden träge. Die Produktivität leidet, obwohl technisch betrachtet «WLAN vorhanden» ist.

Die wichtigsten Faktoren bei der Planung

1. Fläche und Raumaufteilung

Grundsätzlich kann ein UniFi Access Point der aktuellen Generation (z. B. U7 Pro oder U6+) auf einer offenen Fläche bis zu 250–300 m² versorgen. In einem Grossraumbüro ohne Wände ist das realistisch – sobald jedoch Wände, Türen und andere Hindernisse vorhanden sind, reduziert sich die effektive Reichweite erheblich.

Eine grobe Faustregel: Pro abgetrenntem Raum (Besprechungszimmer, Einzelbüro, Serverraum) sollte ein Access Point eingeplant werden. Für Grossraumbüros rechnet man einen AP pro 80–120 m² bei normaler Ausstattung.

2. Anzahl der Geräte pro Nutzer

Heute bringt jeder Mitarbeitende durchschnittlich 2–3 Geräte mit ins Büro: Laptop, Smartphone, manchmal ein Tablet. Dazu kommen IoT-Geräte wie Smart Displays, Drucker, Türöffner oder Überwachungskameras. Ein AP kann problemlos 30–40 aktive Clients bedienen – aber die Verbindungsqualität steigt, wenn die Last gleichmässig verteilt wird.

3. Art der Anwendungen

Ein Team, das hauptsächlich E-Mails liest und Dokumente in der Cloud bearbeitet, stellt andere Anforderungen als ein Videoschnitt-Team, das kontinuierlich grosse Dateien überträgt. Videokonferenzen sind besonders latenzempfindlich und profitieren stark von einer stabilen, dedizierten Verbindung.

4. Gebäudestruktur und Materialien

Altbauten mit dicken Steinmauern, Büros mit Betonwänden oder Hallen mit Metallkonstruktionen dämpfen das WLAN-Signal stärker als moderne Leichtbauwände. In solchen Umgebungen sind kürzere Abstände zwischen den Access Points nötig.

Wie eine professionelle WLAN-Planung aussieht

Eine gute WLAN-Planung beginnt mit einer Site Survey – einer Begehung der Räumlichkeiten. Dabei werden folgende Punkte erfasst:

  • Grundriss und Raumaufteilung: Wo befinden sich Wände, Trennwände, Türen?
  • Gebäudematerialien: Welche Materialien dämpfen das Signal?
  • Nutzungsszenarien: Welche Anwendungen werden hauptsächlich genutzt?
  • Anzahl der Nutzer pro Zone: Wo sind die Arbeitsbereiche konzentriert?

Auf Basis dieser Daten wird mit spezieller Software eine WLAN-Heatmap erstellt. Diese zeigt die prognostizierte Signalstärke im gesamten Gebäude – und macht deutlich, wo Access Points optimal platziert werden sollten, bevor auch nur ein Kabel verlegt wird.

Typische Szenarien und Richtwerte

BürogrösseMitarbeitendeEmpfohlene APs
Kleines Büro, 1–3 Räumebis 101–2
Mittelgrosses Büro, offener Grundriss10–302–4
Grossraumbüro 300–500 m²30–604–8
Mehrgeschossiges Bürogebäude60+je Etage 3–6

Diese Zahlen sind Richtwerte – die genaue Planung hängt immer vom konkreten Gebäude ab.

Warum UniFi für die Büroumgebung?

UniFi-Access Points sind für den professionellen Dauerbetrieb ausgelegt. Das Band-Steering verteilt Geräte automatisch auf das optimale Frequenzband (2,4 GHz oder 5 GHz), und das Seamless Roaming sorgt dafür, dass Laptops und Smartphones beim Wechsel zwischen Access Points keine Verbindung verlieren.

Alle APs werden über den UniFi Network Controller zentral verwaltet – egal ob 2 oder 20 Access Points. Firmware-Updates, Netzwerkkonfiguration und Monitoring laufen an einem einzigen Ort zusammen.

Fazit

Die richtige Anzahl Access Points ist kein Ratespiel – sie ist das Ergebnis einer sorgfältigen Planung. Wer hier investiert, spart sich später teure Nachbesserungen und vor allem verlorene Produktivität durch schlechtes WLAN.


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